GegenüberNiederspannungsmotorenHochspannungsmotoren, insbesondere Hochspannungs-Asynchronmotoren, basieren zumeist auf einer Käfigläuferkonstruktion. Während der Fertigung und des Betriebs kann es aufgrund ungeeigneter Abstimmung der mechanischen Bauteile zu starken Motorschwingungen kommen, die radialer oder axialer Natur sein können.
Der ungleichmäßige Luftspalt zwischen Stator und Rotor ist die Hauptursache für Motorvibrationen. Bei der Fertigung und Bearbeitung führt eine nicht koaxiale Ausrichtung von Motorgehäuse, Statorkern und Rotor direkt zu einem ungleichmäßigen Luftspalt. Nach dem Einschalten des Motors verursacht die einseitige magnetische Spannung elektromagnetische Vibrationen, die neben mechanischen Vibrationen auch von niederfrequenten elektromagnetischen Geräuschen begleitet werden. Im Betrieb, insbesondere nach Reparaturen, können sich Lager, Lagerkammern und Lagerdurchmesser aufgrund des Langzeitbetriebs verformen. Dies führt zu einer fehlerhaften Abstimmung der Komponenten und somit zu Motorvibrationen. Bei stark lockeren Passungen der Lagerinnen- und -außenringe kann es aufgrund der Überhitzung des Lagers und des daraus resultierenden Brandes innerhalb kurzer Zeit zu einem fatalen Lagerausfall kommen.
Aufgrund der Verformung der Rotorführungsstange und des Verlusts des ursprünglichen Auswuchtzustands während des Betriebs gerät der Rotorkörper des Motors aus dem Gleichgewicht. Dies ist eine häufige Fehlerursache bei Hoch- und Niederspannungsmotoren. Bei Hochspannungsmotoren, insbesondere solchen mitGleitlagerDie Fehlausrichtung der magnetischen Mittellinie ist die Hauptursache für axiale Schwingungen des Motors und somit der Schlüssel zu einer korrekten Steuerung bei Installation und Betrieb von Hochspannungsmotoren. Um ähnliche Probleme zu vermeiden, ist die Anlaufsteuerung insbesondere bei Käfigläufer-Hochspannungsmotoren von großer Bedeutung, um Anlaufschwierigkeiten aufgrund unzureichender Versorgungsspannung zu verhindern.
Bei der Analyse und Untersuchung von Motorvibrationsproblemen sollten die notwendigen Prüfpunkte überprüft werden, um die Ursache der Vibrationen zu ermitteln. Manche Motorenreparaturwerkstätten neigen dazu, das Lager auszutauschen. Objektiv betrachtet ist das Lager jedoch nicht die alleinige Ursache für die Motorvibrationen. Eine eingehende Analyse ist daher zielführender. Aus elektromagnetischen Gründen führen Wicklungsasymmetrien und elektrische Qualitätsmängel der Wicklung zu einem ungleichmäßigen Magnetfeld im Motor. Dies wiederum verursacht elektromagnetische Vibrationen, die sich durch starkes Ruckeln und ein dumpfes Geräusch äußern. Mechanische Vibrationen unterscheiden sich davon und lassen sich im Analyseprozess klar erkennen.
Veröffentlichungsdatum: 04.03.2025

